Situation für Radler im Fokus

Bürgermeister Varnhorn setzt auf Mobilitätskonzept

Stand Rede und Antwort: Bürgermeister Neidhard Varnhorn hier mit Moderatorin Elisabeth Schlömer. © Martin Kessens

Cloppenburg
Dass die Situation für Fahrradfahrende nicht zufriedenstellend in der Stadt Cloppenburg ist, gab Bürgermeister Neidhard Varnhorn im dritten Sommergespräch des Bildungswerkes Cloppenburg-Garrel unumwunden zu. Einer Umfrage zufolge bewerteten Bürgerinnen und Bürger die Situation mit ausreichend bis mangelhaft. „Das muss entschieden besser werden“, sagte der Bürgermeister laut einer Pressemitteilung. Fahrradfahren müsse sicherer, flüssiger sein und vor allen Dingen Spaß machen.
Als Maßnahmen nannte er das Zurückdrängen des Autoverkehrs, Vorrang für Fahrradfahrende, die Verlängerung der Fahrradstraße Kirchstraße über die Kreuzung Eschstraße und Molberger Straße hinaus. Auf die Frage eines Teilnehmers die Parkgebühren drastisch zu erhöhen, antwortete der Bürgermeister, dass Cloppenburg ein Mittelzentrum sei und sie eine Erlebnisstadt- und Einkaufsstadt bleiben solle. „Wir können es uns nicht leisten, dass beispielsweise Löninger, Emsteker oder Molberger an Cloppenburg vorbeifahren, um in einer anderen Stadt einzukaufen“.
Hoffnung setzt der Bürgermeister auf das Mobilitätskonzept, das am 4. September (Mittwoch) der Öffentlichkeit vorgestellt wird. „Ich hoffe auf eine rege Beteiligung der Bevölkerung“, sagte er vor über 50 Interessierten im Haus der Macher. In diesem Zusammenhang erwähnte Varnhorn auch die Einführung des Stadtbusses ab Oktober, der halbstündlich auf vier Linien durch die Stadt fahren wird.
Für Straßen und Autos werde mehr investiert als für Fahrradfahrende, monierte ein Teilnehmer. Das bestätigte der Bürgermeister, jedoch habe ein Umdenken seitens der Verkehrsbehörde eingesetzt, das die Fahrradfahrende mehr im Blick hat. Auch die Ampelschaltung für Fahrradfahrende war ein großer Kritikpunkt. Sie bevorzuge eindeutig die Autofahrenden. „Sie ist fahrradfeindlich“ brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt.
Die Ampeln seien nicht in der Verantwortung der Stadt, musste der Bürgermeister zugeben, jedoch „Wir sind in guten Gesprächen mit dem Landkreis“. Deutlich wurde gemacht, dass Fahrräder, wenn nicht anders vorgeschrieben, auf die Straße gehörten und gleichberechtigt seien, sie müssten selbstbewusst am Straßenverkehr teilnehmen.

OM-Medien / Münsterländische Tageszeitung / Text und Foto von Martin Kessens.


https://cloppenburg.adfc.de/neuigkeit/situation-fuer-radler-im-fokus

Bleiben Sie in Kontakt