Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Cloppenburg

Kommt 2026 weitere Fahrradstraße?

Schritt für Schritt geht Cloppenburg in Sachen Verkehrswende voran/Tempo 30 geplant

Radfahrer geben auf der Eschstraße jetzt das Tempo vor. © Friedrich Niemeyer

Friedrich Niemeyer

Cloppenburg Nach dem holprigen Start des Verkehrsversuchs vor etwa 6 Wochen ist es wieder ruhig geworden um die Eschstraße. Die ersten Wochen verliefen laut Stadt „total entspannt“. Bis 2027 gelten vorerst die neuen Verkehrsregeln.
Rad- und Autofahrer sowie Fußgänger teilen sich gleichberechtigt den Straßenraum. Währenddessen erhebt die Stadt Daten. Danach soll der Stadtrat entscheiden, ob aus dem Versuch eine dauerhafte Lösung wird. Bürgermeister Neidhard Varnhorn ist zuversichtlich: „Das wird trotz aller Unkenrufe funktionieren“, sagt er – und blickt noch weiter voraus: Perspektivisch könne die Eschstraße zur Allee werden, wodurch sie weiter aufgewertet würde. Im kommenden Jahr will die Stadt derweil weitere Maßnahmen des Mobilitätskonzepts umsetzen.
Eisenbahnstraße: Die größte Veränderung steht der Eisenbahnstraße bevor: Sie soll zur Fahrradstraße werden, wie schon vor 2 Jahren entschieden worden ist. Zunächst sollen im Januar an der Kreuzung zum Speckenweg neue Ampeln aufgestellt werden. In diesem Zuge wird die Eisenbahnstraße bereits angepasst, erklärt Varnhorn. Im Laufe der ersten Jahreshälfte solle die Politik beraten, wie genau die Eisenbahnstraße zur Fahrradstraße umgestaltet wird. 
Wie bereits berichtet, soll die Straße auf einem 800 Meter langen Abschnitt, zwischen dem Bahnhof und dem Speckenweg, zur farblich markierten Fahrradstraße werden. Die Höchstgeschwindigkeit soll auf Tempo 30 reduziert werden.
Tempo 30: Letzteres gilt auch für viele weitere Straßen in der Stadt. Die Stadt will das Tempo auf auf dem Cityring und den Zubringerstraßen anordnen. Wie die Verwaltung bereits im Sommer bekannt gegeben hatte, will sie auf folgenden Straßen und Straßenabschnitten Tempo 30 einführen: Molberger Straße/Bergstraße (Kreisstraße (K 174), Resthauser Straße (K 153), Löninger Straße/Soestenstraße/Obere Lange Straße (Teilbereich K 153), Kessener Weg (K 172), Fritz-Reuter-Straße (K 174), Sevelter Straße/Pingel-Anton, Emsteker Straße, Hagenstraße, Bether Straße/Osterstraße, Friesoyther Straße/Auf dem Hook/Antoniusplatz.
Schwerlastverkehr: Das Mobilitätskonzept sieht außerdem vor, den Schwerlastverkehr künftig um die Straße herumzuführen. Aber für Trecker, die zum Beispiel häufig mit Kartoffeln beladenen Anhängern Richtung Pfanni-Turm fahren, wird das nicht so leicht möglich sein, erklärt Varnhorn. 
Die ursprünglich geplanten Schilder seien mit der Verkehrsbehörde nicht zu machen. Die Stadt muss also einen Umweg gehen: Die betroffenen Unternehmen sollen Ausnahmegenehmigungen beantragen können. Darauf wolle die Verwaltung sie gezielt ansprechen und dafür werben.

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