Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Cloppenburg

Entlang des Ambührener Wegs ist schon länger geplant, einen Radweg einzurichten. Bislang ist aber nichts passiert. Man ist aber dran, heißt es aus dem Cloppenburger Rathaus © Carina Meyer

Radweg soll nach wie vor kommen

Vor mehr als 10 Jahren wurde Ausbau in Ambühren beschlossen / Planverfahren läuft

Carina Meyer

Ambühren Der neue Radweg in Ambühren wird gebaut – so viel steht nach wie vor fest. Man befinde sich „in der Genehmigungsphase“, erklärt der Cloppenburger Bürgermeister Neidhard Varnhorn auf Nachfrage. Eine Herausforderung im Planverfahren sei die Überquerung der Soeste. Wann aber genau entlang des Ambührener Wegs gebaut wird, steht somit allerdings noch nicht fest.
Zur Erinnerung: Auf rund 800 Metern soll ein Radweg entlang des Ambührener Wegs zwischen der Einmündung Molberger Straße bis zur Einmündung Stalfördener Straße entstehen. Der beschlossene Bau basiert auf einem früheren Sonderinvestitionsprogramm, das das Radwegenetz in der Stadt ausweiten und optimieren soll. Ende 2014 hatte der Stadtrat dieses beschlossen. 
Das Programm beinhaltet insgesamt zwölf Maßnahmen – elf davon habe die Stadt mittlerweile umgesetzt, so Varnhorn. Nur der Radweg in Ambühren fehlt noch. Künftige Radwegausbauprojekte, stellt der Bürgermeister klar, finden Berücksichtigung in dem Mobilitätskonzept, das der Stadtrat Ende 2024 beschlossen hat. Zuletzt beschäftigten Grundstücksverhandlungen Stadt und Anliegerinnen sowie Anlieger des Ambührener Wegs. Tatsächlich bedurfte es für den gewünschten Ausbau des Radwegs entsprechende Flächen. Teile ihrer Grundstücke mussten die Anliegerinnen und Anlieger somit an die Stadt verkaufen, damit diese die Pläne umsetzen kann. 
Das hieß im Umkehrschluss: Verkauft ein Anlieger nicht, wird der Radweg also in der Form auch nicht gebaut. Allerdings seien diese Verhandlungen längst im Sinne des geplanten Ausbaus abgeschlossen, sagt der Bürgermeister.
Bevor jedoch die ersten Bagger anrollen können, gilt es, noch einige gesetzliche Hürden zu nehmen. Man stimme sich noch mit mehreren Behörden ab, sagt Neidhard Varnhorn zum laufenden Planverfahren. Teile des künftigen Radwegs liegen in einem Landschaftsschutzgebiet sowie Überschwemmungsgebiet. Eine 75 Meter lange Stegbrücke soll Eingriffe in die Natur weitgehend vermeiden. Für den Bau muss die Stadt Bäume fällen. Dafür will sie an anderer Stelle aufforsten: Ein bestehender Wald nördlich der Stalfördener Straße soll erweitert werden. 
Dort will die Stadt Laubbäume pflanzen. Das Radwegausbauprojekt in Ambühren soll außerdem vom Land Niedersachsen gefördert werden. Entsprechende Anträge müssten allerdings noch gestellt werden, so der Bürgermeister. Trotz der hohen Kosten für den Radweg – es stehen mehr als 2 Millionen Euro für den Ausbau im Raum – hält man daran fest. Die CDU-FDP-Gruppe im Stadtrat begründete dies seinerzeit, als diese letzte Maßnahme des Ausbauprogramms in der Politik erneut zur Sprache kam, mit Verlässlichkeit, der die Politik nachkommen müsse. Die SPD-Linke-Gruppe kritisierte den Radwegbau jedoch – unter anderem wegen der Kosten.

OM-Medien / OM-Online / Text und Foto von Carina Meyer.


https://cloppenburg.adfc.de/pressemitteilung/radweg-soll-nach-wie-vor-kommen

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