
Wollen den Weltrekord nach Cloppenburg holen: (von links) Matthias Pleyter, Moritz Willenborg, Carl van der Felge, Marius Willenborg, Bürgermeister Neidhard Varnhorn, Hubert Kulgemeyer, Frank Belling, Julia Schneider, Sebastian Brake und Daria Czyganowski. © Friedrich Niemeyer
Stadt will Fahrrad-Rekord knacken
Mindestens 1503 Radler müssen mitmachen für längste Fahrradschlange der Welt/Letztes Jahr waren es 400
Von Friedrich Niemeyer
Cloppenburg . Schon im vergangenen Jahr wollte Cloppenburg den Weltrekord knacken, vermasselte es allerdings – und zwar deutlich. 1503 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer hätte es gebraucht für die längste Fahrradschlange der Welt. Durch die Stadt schlängelten sich aber nur 391 Radler.
Dass es so wenig waren, lag nicht nur am schlechten Wetter. Zu entzerrt und zu kurzfristig sei die Veranstaltung gewesen, hieß es am Donnerstagvormittag bei einem Pressegespräch im Rathaus. Hinzu kamen ein kleines Anmelde-Durcheinander und zu wenig Werbung.
Aber Stadt und Fahrradhändler geben nicht auf: „Wir wollen's nochmal wissen“, sagt Bürgermeister Neidhard Varnhorn. Es soll nun klappen mit dem Weltrekord. Helfen sollen ein besseres Rahmenprogramm, mehr Marketing und ein neuer Veranstaltungsort.
Strecke soll durch Rahmenprogramm belebt werden
So soll der Weltrekordversuch dieses Mal am 14. Juni im Mehrgenerationenpark stattfinden. Der Vorteil: Er liegt zentral in der Stadt und direkt nebenan befindet sich das Stadion, dessen Infrastruktur man nutzen könne, sagt CM-Marketing-Chef Hubert Kulgemeyer. Dazu gehören WC, Tribüne und Lautsprecheranlage. Ein DJ soll vorbeikommen. „Wir werden die ganze Meute beschallen können.“ Die Teilnehmer sollen sich auf der Aschebahn aufstellen, Reifen an Reifen. 1503 Radfahrer müssen es wieder mindestens sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, hofft Kulgemeyer auf 1600 Teilnehmer.
Denn um den Weltrekord zu knacken, müssen die Teilnehmer anschließend geschlossen eine 1,6 Kilometer lange Tour fahren. Diese soll durch das Inselviertel verlaufen. Wichtig ist, dass letztlich mindestens 1503 Radfahrer wieder ins Ziel fahren. Darauf wird das „Rekord-Institut für Deutschland“ penibel achten. „Wir müssen aufpassen, dass wir zwischendurch nicht zu viele verlieren“, sagt Daria Czyganowski vom Stadtmarketing.
Also muss das Rahmenprogramm passen. Die Stadt wolle Anwohner ansprechen, sodass sie die Strecke beleben. Im Mehrgenerationenpark will die Stadt außerdem Buden aufstellen, zum Beispiel für Getränke, Würstchen und Softeis. Außerdem können sich dort Sponsoren und Fahrradhändler präsentieren und die Verkehrswacht will eine Aktion zur Verkehrssicherheit starten. Teilnehmer des Weltrekordversuch dürfen bei einer Verlosung auf ein neues E-Bike hoffen. Passend zum Event will die Stadt an dem Tag zudem die Sieger des Stadtradelns im Stadion küren.
Um für Aufmerksamkeit zu sorgen, will die Stadt im Vorfeld umfangreich für den Weltrekordversuch werben, zum Beispiel mit Vorabaktionen in der Fußgängerzone. Möglich sei es zum Beispiel, mit der Aktion „Pimp my bike“ Kurzentschlossene noch am Veranstaltungstag zu gewinnen. Möglicherweise gibt es zudem Wettbewerbe für die Schulen. „Niemand soll sagen können, er habe nicht von dem Rekordversuch gewusst“, sagt Czyganowski.
Mit im Boot sitzen außerdem die Fahrradhändler der Stadt: Bertis Bike Center, GZM Belling, Willenborg & Sohn sowie die „eMotion E-Bike Welt“ beteiligen sich an der Planung des Weltrekordversuchs. Sie haben sich bereits Ende vergangenen Jahres zur Fachhändlergemeinschaft „Antrieb 25+“ zusammengeschlossen. Auf Cloppenburgs Weg zur Fahrradstadt wolle die Gemeinschaft Impulse geben – auch über den Weltrekordversuch hinaus, sagt Carl van der Felge von der eMotion E-Bike Welt Cloppenburg.
Aber erst einmal dreht sich alles um den Weltrekord. „Kronau muss sich warm anziehen“, sagt Bürgermeister Varnhorn. Die Gemeinde befindet sich in Baden-Würrtemberg und hält den bisherigen Rekord für die längste Schlange aus hintereinander stehenden Fahrrädern der Welt. Mindestens 1503 Radlerinnen und Radler müssen am 14. Juni (Samstag) um 14 Uhr im Mehrgenerationenpark stehen. Cloppenburgs Bürgermeister Varnhorn betont: „Wir sind auf alle angewiesen.“
Wollen den Weltrekord nach Cloppenburg holen: (von links) Matthias Pleyter, Moritz Willenborg, Carl van der Felge, Marius Willenborg, Bürgermeister Neidhard Varnhorn, Hubert Kulgemeyer, Frank Belling, Julia Schneider, Sebastian Brake und Daria Czyganowski. Foto: Niemeyer
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