So ähnlich könnte die Abstellanlage aussehen: Am Kreishaus gibt es bereits eine Station, in der Radfahrer ihre Räder auf zwei Ebenen abstellen können. © Archivfoto: Niemeyer

Stadt plant neue Radstation am Bahnhof

Schon seit 2016 ist eine Abstellanlage im Gespräch/Nun hat die Stadt einen neuen Plan vorgestellt

Cloppenburg. Die Stadt Cloppenburg plant, am Bahnhof eine weitere überdachte Fahrradabstellanlage zu bauen. Den entsprechenden Plan stellte Bauamtsleiter Armin Nöh in der vergangenen Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses vor. Im Vorfeld hatte ein Planungsbüro eine Bedarfsanalyse erstellt. Radfahrer sollen künftig die Möglichkeit bekommen, ihre Fahrräder trocken und sicher in einer geschlossenen „Bike-and-Ride-Anlage“ in der Nähe des Bahnsteigs abstellen zu können, teilt die Verwaltung mit. Der schon vorhandene Fahrradständer ist oft überfüllt, zum Teil behindern die abgestellten Räder die Bahnreisenden.
Bauen will die Stadt die Fahrradabstellanlage auf dem Pkw-Parkplatz östlich des Bahnhofsgebäudes. Dafür würden acht Pkw-Stellplätze wegfallen, so Nöh. Der eine oder andere Pendler dürfte sich darüber aufregen, denn schon heute sind die Parkplätze tagsüber meist belegt. Nöh erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Anlage in einem gewissen Abstand zum Bahnhofsgebäude gebaut werden muss, weil es unter Denkmalschutz steht.
120 Räder könnten künftig in der Bike-and-Ride-Anlage abgestellt werden, über zwei Etagen, ähnlich wie in der Radstation am Cloppenburger Kreishaus. E-Bike-Fahrer sollen ihre Akkus in der Radstation aufladen können. Möglich wäre auch, einige größere Stellplätze für Lastenräder sowie Dreiräder zu schaffen. Bevor Nutzer die Station betreten können, müssen sie sich digital registrieren und persönliche Daten hinterlegen. Außerdem müssen sie womöglich eine Gebühr zahlen. Ob das der Fall sein wird und wie hoch sie ausfällt, ist aber noch unklar. Die Baukosten für die neue Radstation schätzt die Stadt auf 330.000 Euro, inklusive Stromanschluss für E-Bike-Ladestationen und Planungskosten. Wann die Stadt die Anlage baut, ist noch nicht klar. Der Ausschuss hat zunächst nur empfohlen, einen Förderantrag bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) zu stellen.
Das Vorhaben geht zurück auf einen Antrag der UWG aus dem Jahr 2016. Ziel des Antrages war es, sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu schaffen, insbesondere für teure E-Bikes. Zwischenzeitlich war angedacht, Fahrradboxen aufzustellen. Das lehnte die Politik jedoch aus gestalterischen Gründen ab. Denn weil sich eine Erweiterung des Bahnhof-Parkplatzes zerschlug, hätte die Stadt die Fahrradboxen vor dem Bahnhofsgebäude aufstellen müssen.
Wie wichtig sichere Abstellmöglichkeiten für E-Bikes sind, zeigen Zahlen der Polizei. So hätten sich die Fallzahlen der Diebstähle von E-Bikes und Pedelecs in Niedersachsen innerhalb von 4 Jahren verdoppelt, auf eine Zahl im niedrigen vierstelligen Bereich. Die Gesamtschadenssumme der Fahrraddiebstähle lag im Jahr 2023 laut Polizei bei circa 32 Millionen Euro. Im Jahr 2019 lag sie bei ca. 16,5 Millionen Euro. In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta seien im vergangenen Jahr rund 1200 Fahrraddiebstähle angezeigt worden. Gerade die hochpreisigen E-Bikes, E-Scooter und Pedelecs seien bei Dieben sehr beliebt. Besitzerinnen und Besitzer von Zweirädern sollten daher großen Wert auf Diebstahlschutz legen.

Copytight: OM-Medien / OM-Online / Text und Foto von Friedrich Niemeyer.

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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